{"id":1542,"date":"2021-09-30T08:01:24","date_gmt":"2021-09-30T06:01:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.heidrun-buecker.de\/?page_id=1542"},"modified":"2023-01-23T07:56:35","modified_gmt":"2023-01-23T06:56:35","slug":"1542-2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.heidrun-buecker.de\/?page_id=1542","title":{"rendered":"Im Namen des Volkes&#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-left\"><strong>Im Namen des Volkes&#8230;.!   <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Kurzgeschichten<\/p>\n\n\n\n<p>In der US \u2013 Netflixreihe findet man eine Serie: \u201eHow to get away with Murder\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u00fcbersetzt : Wie kommt man mit Mord davon\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00fcrde diese Serie in Deutschland spielen, k\u00f6nnte man einen Untertitel hinzuf\u00fcgen: \u201eWie kommt man mit Lug und Betrug vor Gericht davon\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fall: \u201eIm Namen des Volkes\u2026\u201c&nbsp;&nbsp; &#8211;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fam. Zweiacker gegen die Architektin \u201eB\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><span class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Anmerkung: S\u00e4mtliche Namen wurden selbstverst\u00e4ndlich ge\u00e4ndert!<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist einfacher als man denkt mit Unwahrheiten und Betrug bei bzw. vor Gericht davonzukommen und es ist noch einfacher, mit L\u00fcgen sehr viel Geld einzuklagen.<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland kann jeder jeden verklagen, egal ob man sich an die Wahrheit oder an Tatsachen h\u00e4lt. Leider ist es so, dass der Kl\u00e4ger nicht beweisen muss, dass er die Wahrheit sagt. Vor Gericht ist es egal.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Beklagte muss nachweisen, dass er unschuldig ist. Das k\u00f6nnte er, wenn er vor dem Richter eine Aussage machen d\u00fcrfte, oder Beweise beibringen d\u00fcrfte, was leider selten der Fall ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn der zu Unrecht Beschuldigte dann auch noch das Pech hat, einen Verhandlungstermin an einem Freitagmittag &nbsp;zu erhalten, hat er verloren.<\/p>\n\n\n\n<p>Freitags, und dann auch noch Nachmittags, will niemand mehr arbeiten. Die Richter, die Anw\u00e4lte\u2026, sie alle m\u00f6chten ins wohlverdiente Wochenende.<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich brauchte der Beklagte sich nicht zu verteidigen, sollte er \u00fcberhaupt je dazu die Gelegenheit finden, sprechen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem ersten Fall geht es um eine Klage&nbsp; in der kleinen Stadt &nbsp;\u201eD\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kl\u00e4ger, hier Familie Zweiacker genannt, verklagten ihre Architektin wegen \u201egrober Fahrl\u00e4ssigkeit und Verletzung der Sorgfaltspflicht\u201c, auf Schadensersatz f\u00fcr ein kleines, einfaches, simples Garagendach, das angeblich undicht w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Architektin forderte den Dachdecker auf, den angeblichen Schaden zu beseitigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Dachdecker fuhr sofort zur Baustelle, konnte aber keine Undichtigkeit am Garagendach feststellen und teilte das der Architektin und zeitgleich der Familie Zweiacker mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Bislang hatte Familie Zweiacker die Schlussrechnung des Dachdeckers &nbsp;f\u00fcr das neu errichtete Wohnhaus und besagter Garage nicht bezahlt.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Fall handelte es sich insgesamt um ca. siebentausend Euro, die von der Familie Zweiacker einbehalten worden waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich w\u00e4re es durchaus m\u00f6glich, den Dachdecker auf Beseitigung des angeblichen Schadens zu verklagen,&nbsp; einfacher ist es jedoch immer, den Architekten gerichtlich zu belangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Eheleute Zweiacker hatten auch das Architektenhonorar f\u00fcr die geleistete Bauleitungsaufsicht f\u00fcr das neu errichtete Haus mit dieser angrenzenden Garage nicht bezahlt, was leider f\u00fcr den weiteren Verlauf des Verfahrens nicht relevant war.<\/p>\n\n\n\n<p>Mithilfe eines gewieften Anwaltes erarbeiteten sie zuvor eine grandiose Strategie. Sie wollten &nbsp;besagter Architektin \u201eB\u201c das Geld aus der Tasche ziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der gesamten Dauer dieses Verfahrens wurde nie nachgewiesen, dass die Beschuldigungen der Fam. Zweiacker, in diesem Fall ein undichtes Garagendach, zutreffend waren. Als &nbsp;Grund f\u00fcr die &nbsp;eingereichte Klage gaben sie an: Die Beklagte habe grob fahrl\u00e4ssig gehandelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber der Reihe nach:<\/p>\n\n\n\n<p>Der Arbeitgeber der Kl\u00e4gerin Frau Zweiacker, ist Gutachter, zwar nicht f\u00fcr Bauwesenssachen, aber er ist mit dem Gutachter, der vom Amtsgericht&nbsp; der Stadt&nbsp; \u201eD\u201c stets und immer bei&nbsp; Gutachten f\u00fcr Bausch\u00e4den beauftragt wird, einem gewissen Dr. Schnell, eng befreundet.<\/p>\n\n\n\n<p>Duzfreunde helfen untereinander, wie auch in diesem Fall.<\/p>\n\n\n\n<p>Besagter Dr. Schnell, gelernter Betonbauer, mag in seinem Bereich, (Betonbau) vielleicht sogar ein Fachmann sein, hat aber von Bausch\u00e4den und deren Ursachen keine Ahnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kl\u00e4ger und ihr Anwalt leiteten zun\u00e4chst ein Beweissicherungsverfahren beim Amtsgericht in \u201eD\u201c ein und gaben eine v\u00f6llig falsche Adresse der Architektin \u201eB\u201c an. Das Gericht \u00fcbernahm kommentarlos die Anschrift. Nat\u00fcrlich kam die Post nicht bei der Beklagten an.<\/p>\n\n\n\n<p>Fam. Zweiacker wohnt bis heute lediglich einige Meter von der Architektin \u201eB\u201c entfernt, daher konnte die falschen Adresse keine Versehen gewesen sein. Die Kl\u00e4ger zogen sich sp\u00e4ter bei Gericht, mit einer weiteren L\u00fcge aus der Aff\u00e4re: Da w\u00e4re ihnen leider ein kleines Versehen passiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gericht nahm es kommentarlos hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Auftrag f\u00fcr das Gutachten&nbsp; ging erwartungsgem\u00e4\u00df an den Gutachter Schnell, der nachweislich stets vom Amtsgericht in \u201eD\u201c f\u00fcr Gutachten bei Baum\u00e4ngel beauftragt wird. &nbsp;Das war ein cleverer erster Schachzug von Seiten der Kl\u00e4ger und ihrem Anwalt. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Punkt 1 der zuvor besprochenen Strategie konnte abgehakt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der vom Gericht beauftragte Gutachter Schnell lud, wie zuvor mit der Kl\u00e4gerpartei abgesprochen, die Beklagte zu dem ersten Ortstermin nicht ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser erste Ortstermin fand somit ohne die Architektin \u201eB\u201c statt, die von der Klage und dem mittlerweile &nbsp;eigeleitetem Beweissicherungsverfahren gegen sie, immer noch nichts ahnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gutachten bei diesem Ortstermin, das Dr. Schnell lediglich im Beisein der Kl\u00e4ger durchf\u00fchrte, (wobei noch nicht einmal bis heute sicher ist, ob dieser Termin \u00fcberhaupt je stattfand),&nbsp;&nbsp; wurde der Beklagten mit erheblicher Versp\u00e4tung zugestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gericht hatte mittlerweile festgestellt, dass die Adresse der Architektin falsch angegeben war, da die vorherige Post wegen Unzustellbarkeit zur\u00fcckkam.&nbsp; Mithilfe des B\u00fcrgerb\u00fcros ermittelte das Gericht nach Monaten die korrekte Adresse und schickte nun endlich &nbsp;das 1. Gutachten der Beklagten zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst jetzt hatte&nbsp; \u201eB\u201c die Gelegenheit, sich zu wehren und einen Anwalt einzuschalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Betonbauer Schnell hatte besagte Garagendachfl\u00e4che, die angeblich undicht sein sollte, mit zweihundertf\u00fcnfzig m\u00b2 angegeben, anstatt mit der tats\u00e4chlichen Gr\u00f6\u00dfen von ca.<\/p>\n\n\n\n<p>drei\u00dfig m\u00b2.<\/p>\n\n\n\n<p>Dementsprechend hoch fiel die von Schnell ermittelte Schadensersatzsumme aus.&nbsp; Die Beklagte \u201eB\u201c sollte nun den Kl\u00e4gern drei\u00dfigtausend Euro Schadensersatz f\u00fcr die Reparatur eines einfachen Garagendaches zahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einspruchsfrist war mittlerweile nat\u00fcrlich abgelaufen. Der inzwischen eingeschaltete Anwalt der Beklagten, schaffte es tats\u00e4chlich, eine Fristverl\u00e4ngerung durchzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem er das Gericht auf den gravierenden Fehler bei der Ermittlung der tats\u00e4chlichen Gr\u00f6\u00dfe des Daches aufmerksam gemacht hatte, &nbsp;entschied die Richterin tats\u00e4chlich, dass der Gutachter dazu Stellung nehmen sollte\u2026 Allerdings\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2026.Allerdings nur, wenn die Architektin \u201eB\u201c einen Kostenvorschuss f\u00fcr ein zweites Gutachten in H\u00f6he von f\u00fcnftausend Euro unverz\u00fcglich bei der Gerichtskasse einzahlte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gutachter Schnell &nbsp;wurde au\u00dferdem aufgefordert dazu Stellung zu nehmen, warum \u201eB\u201c nicht von ihm zu dem ersten Ortstermin geladen worden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Begr\u00fcndung fiel kurios aus:<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Schnell habe die Beklagte pers\u00f6nlich angeschrieben und auch ihrem Anwalt eine Kopie des Schreibens zukommen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Durchschrift dieses fingierten Schreibens reichte Dr. Schnell dem Gericht ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Komischerweise hatte \u201eB\u201c nachweislich zu diesem Zeitpunkt noch keinen Anwalt eigeschaltet. Woher kannte also Dr. Schnell schon Monate vorher den Namen des Anwaltes der Beklagten?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Richterin fand das Schreiben zumindest so interessant, dass sie den Gutachter bat, dazu Stellung zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Daraufhin reichte der Gutachter eine zweites Schreiben bei Gericht &nbsp;ein, auf dem diesmal nicht stand, dass er dem Anwalt der Beklagten ein Einladungsschreiben zum ersten Ortstermin zugeschickt habe, sondern lediglich der Beklagten Architektin.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor Gericht bekundete er sp\u00e4ter, \u2026da sei ihm ein Versehen beim Ausdrucken passiert. Er habe dem Gericht das falsche Schreiben das damals an \u201eB\u201c ging, zugeschickt\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Komisch!! Aber die Richterin gab sich mit dieser banalen Erkl\u00e4rung zufrieden\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Der vom Gericht geforderte Kostenvorschuss f\u00fcr eine zweite Stellungnahme Schnells wurde von \u201eB\u201c eingezahlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim zweiten Ortstermin, zu dem nun auch endlich der Anwalt und die Beklagte geladen wurden, korrigierte der Gutachter die Dachfl\u00e4che auf die tats\u00e4chlich vorhandenen drei\u00dfig m\u00b2. Im ersten Gutachten stellte er zuvor angeblich fest, dass das Dach tats\u00e4chlich undicht sei. Er h\u00e4tte es experimentell \u00fcberpr\u00fcft. Er erw\u00e4hnte, dass er das Dach mittels einer Gie\u00dfkanne unter Wasser gesetzt h\u00e4tte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Gie\u00dfkanne voll Wasser, f\u00fcr drei\u00dfig Quadratmeter?<\/p>\n\n\n\n<p>Wie er eine Undichtigkeit feststellen konnte, wurde im ersten Gutachten nicht erw\u00e4hnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Er war auch nicht in der Lage zu zeigen, wo angeblich Wasser durch das Dach eingedrungen sein soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Er weigerte sich vehement sein angebliches Experiment im Beisein des Anwaltes der Beklagten und ihr selbst, beim zweiten Orttermin erneut vorzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Gartenschlauch lag sogar griffbereit in unmittelbarer N\u00e4he, eine Leiter war ebenfalls vorhanden. Der Betonbauer Schnell lehnte es w\u00fctend ab, seinen Versuch zu wiederholen, den er Monate vorher angeblich vorgenommen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend dieses 2. &nbsp;Ortstermins regnet es stark, aber in der Garage befand sich kein Tropfen Wasser auf dem Boden. Auch darauf wusste der Gutachter keine Antwort und erw\u00e4hnte diese Tatsache &nbsp;im zweiten Gutachten mit keinem Wort.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Anwalt schickte sofort am gleichen Tag, ein Schreiben ans Gericht und wies auf diese Tatsache hin..<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reaktion der Richterin: \u201eDas ist belanglos.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In seinem zweiten Gutachten beantwortete der Gutachter nicht eine der Fragen des Gerichts und meinte zu den unterschiedlichen Quadratmeterangaben der Dachfl\u00e4che: \u201eDa ist mir halt ein Fehler unterlaufen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er bezifferte den Schaden an dem kleinen, einfachen Garagendach auf nunmehr&nbsp; f\u00fcnftausend Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>(Anmerkung: Ein Garagendach in dieser Gr\u00f6\u00dfe abzudichten, kostete sechs Jahre zuvor laut Angebot incl. MWST nur 1280,- Euro)<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gutachter Dr. Schnell erw\u00e4hnte auch in seinem zweiten Gutachten mit keinem Wort, welche M\u00e4ngel seiner Meinung nach, angeblich an der Dachfl\u00e4che vorhanden waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Er beantwortete auch verschiedene andere Fragen, die die Beklagte \u00fcber ihren Anwalt dem Gutachter&nbsp; stellen lie\u00df, mit keiner Silbe.<\/p>\n\n\n\n<p>Als das Gutachten endlich nach vierzehn Monaten vorlag, war es &nbsp;wieder unvollst\u00e4ndig. Der Anwalt der Beklagten \u201eB\u201c bat erneut die Richterin, den Gutachter zur Beantwortung aller Fragen aufzufordern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Richterin lie\u00df die Beklagte wissen, dass sie daf\u00fcr einen weiteren Kostenvorschuss in H\u00f6he von dreitausend Euro bei der Gerichtskasse einzuzahlen h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem der geforderten Betrage eingezahlt worden war, wurde erneut der Gutachter Dr. Schnell beauftragt, die ihm vorgegebenen Fragen zu beantworten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein dritter Ortstermin wurde anberaumt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fragen der Beklagten an den Gutachter wurden zum zweiten Mal erl\u00e4utert. Wieder weigerte sich der \u201eBetonbauer\u201c mittels Wasser zu kontrollieren, ob und wo das Dach angeblich undicht sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Er machte sich keinerlei Notizen. Er weigerte sich, dass Dach zu betreten. Er weigerte sich, der Beklagten zu zeigen, wo er vor mittlerweile f\u00fcnf Jahren die Undichtigkeit festgestellt haben wollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Anwalt der Kl\u00e4ger, Herr Schleswig, forderte die Beklagte in einem unversch\u00e4mten Ton auf, endlich die schwere Schuld ihres Vergehens einzugestehen und zu bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als \u201eB\u201c sich weigerte, fragte der Anwalt Schleswig den Gutachter Schnell, ob nun endlich das Garagendach erneuert werden k\u00f6nnte, oder ob noch ein weiteres, sinnloses, unn\u00fctzes&nbsp; Gutachten erforderlich sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Schnell war einverstanden. Er gab den Kl\u00e4gern zu verstehen, endlich die M\u00e4ngel des Garagendaches beseitigen zu lassen. F\u00fcr ihn w\u00e4re die Sachlage klar, Schuld w\u00e4re die Beklagte, weil sie grob fahrl\u00e4ssig die Bauleitung an dem Garagendach vernachl\u00e4ssigt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Drei Wochen sp\u00e4ter\u2026, das dritte Gutachten&nbsp; lag weder dem Gericht, noch der Beklagten vor, standen mehrere Fahrzeuge eines Fachunternehmens vor dem Haus der Fam. Zweiacker.<\/p>\n\n\n\n<p>Da die Beklagte nur wenige Meter entfernt wohnt, konnte sie genau beobachten, was auf dem Wohnhausdach passierte: Es wurden Solarkollektoren angebracht \u2013 allerdings nicht auf dem Garagendach, sondern auf dem Wohnhausdach.<\/p>\n\n\n\n<p>Vier Wochen sp\u00e4ter wurde von den Kl\u00e4gern eine Rechnung bei Gericht eingereicht: Kompletterneuerung des Garagendaches. Preis plus MWST:&nbsp; achttausendf\u00fcnfhundert Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gericht schickte diese Rechnung dem Gutachter zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Durchschlag dieser Schreiben ging auch an den Anwalt der Beklagten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gutachter wurde nach \u00fcber einem Jahr mehrmals durch das Amtsgericht aufgefordert, das dritte Gutachten endlich bei Gericht einzureichen. Erst nach zweimaliger Androhung eines Bu\u00dfgeldes,&nbsp; schaffte es der Gutachter Schnell endlich, achtzehn Monate nach dem dritten Ortstermin, sein nunmehr drittes Gutachten fertigzustellen und dem Gericht zuzuschicken.<\/p>\n\n\n\n<p>Vermutlich erinnerte er sich nicht mehr an den Ortstermin, oder er suchte immer noch verzweifelte seine nichtvorhandenen schriftlichen Notizen\u2026 &#8211; das wird f\u00fcr immer ein R\u00e4tsel bleiben!<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gutachten, wenn man \u00fcberhaupt davon sprechen konnte, war lediglich ein kurzes Schreiben ans Gericht: Die Sanierung des Garagendaches habe &nbsp;achttausendf\u00fcnfhundert Euro gekostet! Anbei die Rechnung, die die Kl\u00e4ger dem Gericht eingereicht hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die einzelnen Punkte ging er wieder nicht ein. Er hatte mittlerweile fast neuntausend Euro f\u00fcr die Erstellung seiner unqualifizierten Gutachten einkassiert.<\/p>\n\n\n\n<p>S\u00e4mtliche Fragen, die dem Betonbauer von Seiten des&nbsp; Gerichts und der Beklagten gestellt wurden, hatte er in keinem seiner drei Gutachten&nbsp; beantwortet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kl\u00e4ger und ihr Anwalt Schleswig reichten nun Klage beim Landgericht in \u201eE\u201c ein. Architektin \u201eB\u201c solle die Erneuerung des Garagendaches bezahlen und s\u00e4mtliche Kosten des Verfahrens \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir reden hier immer noch \u00fcber ein einfaches Garagendach. Jeder logisch denkende Mensch, auch Leute die nicht \u00fcber das entsprechende Fachwissen verf\u00fcgen, m\u00fcssten bei diesen Zahlen stutzig werden. Aber leider nicht die Richter beim Landgericht in \u201eE\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einem ersten Gerichtstermin wurde der achtundsechzigj\u00e4hrigen Angeklagten von Seiten des jungen Richters eine Strafpredigt gehalten. Sie wurde auf ihre grob fahrl\u00e4ssige und st\u00fcmperhafte&nbsp; Bauleitung aufmerksam gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der&nbsp; f\u00fcnfzehn Minuten dauernden Standpauke durfte sie sich endlich \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Frage an die Richter:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eIch soll also Schadensersatz von 8500,- Euro an die Kl\u00e4ger zahlen, obwohl diese weder mein Architektenhonorar noch die Rechnung an den Dachdecker bezahlt haben? Das urspr\u00fcnglich angebotenen Garagendach sollte nur 1280,- Euro kosten. Bislang wurde mir noch keine Schlussrechnung des Dachdecker vorgelegt, aus der hervorgeht, dass Familie Zweiacker den Dachdecker damals bezahlt hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eWir haben die Rechnungen alle bezahlt\u201c, warfen die Kl\u00e4ger ein.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eDas ist &nbsp;nicht relevant\u201c, kam als Antwort vom vorsitzenden Richter, \u201edie Kl\u00e4ger m\u00fcssen nicht nachweisen, dass sie die Rechnungen bezahlt haben. Der Gutachter hat nun einmal eindeutig festgestellt, dass die Schuld an dem kaputten Garagendach bei Ihnen liegt. Sie haben \u201egrob fahrl\u00e4ssig Ihre Aufsichtspflicht&nbsp; verletzt\u201c und den Kl\u00e4gern einen gro\u00dfen Schaden zugef\u00fcgt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eIn der Rechnung der Fachfirma steht, dass sie zweimal&nbsp; 50 m\u00b2 Garagendach abgeschweisst haben, das Garagendach ist aber nur 30 m\u00b2 gro\u00df. Der Gutachter hat die Rechnung gepr\u00fcft und als Beweis bei Gericht eingereicht. Das kann nicht stimmen.\u201c Der Hinweis kam von der Beklagten \u201eB\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich machte diese \u00c4u\u00dferung der Architektin \u201eB\u201c die Richter stutzig. Fam. Zweiacker und ihr Anwalt Schleswig wurden aufgefordert, diese Ma\u00dfdifferenz begr\u00fcnden, konnten es aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sitzung wurde vertagt. Au\u00dferdem wurde sie angewiesen, die urspr\u00fcngliche Schlussrechnung der Dachdeckerarbeiten, mittlerweile zw\u00f6lf Jahre alt, herauszusuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Fam. Zweiacker und Rechtsanwalt Schleswig versprachen, dass sofort zu erledigen und schnellstens bei Gericht nachzureichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schlussrechnung des damaligen Dachdeckers konnten sie bis heute nicht vorlegen. Ebenso fehlt bis heute der \u00dcberweisungsbeleg, dass sie die Rechnungen tats\u00e4chlich bezahlt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweiacker und Schleswig fertigten&nbsp; eigenh\u00e4ndig eine Excel Tabelle an. In die einzelnen Felder f\u00fcgten sie einige Zahlen von angeblichen Rechnungen ein,&nbsp; in ein weiteres Feld die Summe, die sie bezahlt hatten. Beweise fehlten. Kein einziger Beleg, oder eine Rechnung waren beigef\u00fcgt worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Excel Tabelle kann auch&nbsp; ein Kind problemlos anfertigen und ein paar Zahlen einf\u00fcgen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem Jahr erfolgte ein weiterer Gerichtstermin\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>An einem Freitagmittag\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Richter und Anw\u00e4lte wollten ins wohlverdiente Wochenende\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Was die Architektin \u201eB\u201c nicht ahnte: Der Gutachter sollte noch einmal befragt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Anwalt der Architektin \u201eB\u201c hatte das entsprechende Schreiben des Gerichts nicht an die Beklagte weitergeleitet. Somit konnte sie sich nicht auf die Fragen vorbereiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit \u00fcber einer Stunde &nbsp;Versp\u00e4tung begann die Verhandlung endlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die drei Richter gereizt\u2026&nbsp; sie schauten immer wieder auf die Uhr.<\/p>\n\n\n\n<p>Anw\u00e4lte gereizt\u2026 auch sie wollten Feierabend machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es begann mit einer erneuten unfreundlichen Zurechtweisung der Architektin \u201eB\u201c durch den vorsitzenden Richter:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eIch verstehe nicht, warum wir hier \u00fcberhaupt noch einmal verhandeln m\u00fcssen. Es gibt ein neues Urteil vom BGH das besagt: <strong>Der Architekt hat immer schuld!!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aber da nun mal alle hier zusammengekommen sind, k\u00f6nnen wir den Gutachter befragen, warum er die 50 m\u00b2 Dachfl\u00e4che abgesegnet hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gutachter wurde aufgefordert die Wahrheit zu sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eSicherlich haben Sie eine Grund, warum Sie die auf der Rechnung angegebenen Massen f\u00fcr gerechtfertigt halten? Sicherlich \u00fcberlappen die einzelnen Schwei\u00dfbahnen\u2026.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Antwort auf seine Frage, legte der Richter dem&nbsp; Betonbauer in den Mund.<\/p>\n\n\n\n<p>Der konnte nun erleichtert antworten.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eDie Dachfl\u00e4che ist zwar 30 m\u00b2 gro\u00df, aber die Bahnen m\u00fcssen \u00fcberlappen und die Seitenr\u00e4nder m\u00fcssen ja hochgezogen werden, das macht dann die 20 m\u00b2 aus. Ich habe eine Skizze der Familie Zweiacker verwendet, die sie mir \u00fcberlassen haben, und danach stimmen die abgerechneten Gr\u00f6\u00dfen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Richter war \u00e4u\u00dferst zufrieden mit der Antwort.<\/p>\n\n\n\n<p>Als die Architektin \u201eB\u201c dem Sachverst\u00e4ndigen auch eine Frage stellen wollte, ging der Richter sofort dazwischen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eEs ist alles gesagt. Der Gutachter kann entlassen werden. Frau \u201eB\u201c\u201c, wandte er sich herablassend an die Architektin, \u201ehaben Sie denn nun den Dachdecker angeschrieben, damit er den Schaden beseitigt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eJa\u201c, sagte die Architektin, \u201eaber dazu muss ich erl\u00e4utern\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wieder durfte sie nicht weitersprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eJa oder Nein?\u201c Der vorsitzende Richter lie\u00df der Beklagten keine Gelegenheit, den Sachverhalt zu erkl\u00e4ren!<\/p>\n\n\n\n<p>Denn:&nbsp; Der Dachdecker wurde tats\u00e4chlich, vor mittlerweile 13 Jahren, angeschrieben. Das Dach wurde seinerzeit eingehend \u00fcberpr\u00fcft. <strong>Es war dicht.<\/strong> Diese Tatsache wurde auch den Eheleuten Zweiacker mitgeteilt, die sogar bei der Kontrolle des Garagendaches durch den Dachdecker anwesend waren. Sie wurden danach vom Dachdecker gebeten, endlich die zweiten Abschlagszahlung zu bezahlen. Daran konnten sie sich nat\u00fcrlich nicht mehr erinnern\u2026???<\/p>\n\n\n\n<p>Bezahlt haben sie nachweislich nie, zumindest konnten sie keinen \u00dcberweisungsbeleg bei Gericht vorlegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst f\u00fcnf Jahren nachdem sie ins neue Haus eigezogen waren,&nbsp; heckten sie den Plan aus, mit einer raffinierten Betrugsmasche die Architektin zu verklagen, denn mittlerweile hatte diese auch die Schlussrechnung gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rechnung f\u00fcr die Bauleitung konnte nicht bezahlt werden, da sie laut eigenen Angaben, \u201e..im Moment kein Geld \u00fcber h\u00e4tten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Prozess beim Landgericht in \u201eE\u201c, achte Jahre sp\u00e4ter, an dem besagten Freitagnachmittag dauerte mittlerweile f\u00fcnfundvierzig Minuten. Die schlechte Laune des Richters nahm zu. Der Anwalt der Architektin schwieg beharrlich.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eWir brauchen hier nicht weiter zu diskutieren\u201c, sagte der vorsitzende Richter laut, \u201eentweder entrichten Sie&nbsp; 5000,- Euro f\u00fcr ein weiteres Gutachten, oder sie zahlen den Kl\u00e4gern den von ihnen geforderten Betrag. Ich weise Sie daraufhin, dass Sie als Architekt grob fahrl\u00e4ssig gehandelt haben, in dem sie Ihre F\u00fcrsorgepflicht leichtsinnig vernachl\u00e4ssigten. Ich weise Sie daraufhin, sollten sie das Urteil nicht annehmen, m\u00fcssen Sie zus\u00e4tzlich eine Kaution bezahlen. Sie sind schuld! Egal welche Argumente Sie hier weiter anf\u00fchren, um sich vor der Bezahlung zu dr\u00fccken\u2026 Sie k\u00f6nnen sich mit Ihrem Anwalt drau\u00dfen vor der T\u00fcr beraten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Anwalt stand sofort auf.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eKommen Sie mit raus.\u201c&nbsp; Wenige, leise &nbsp;Worte zwar, aber der Anwalt von \u201eB\u201c konnte tats\u00e4chlich sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Normalerweise ist es nicht \u00fcblich, dass die Personen \u00fcber die Leute im Beisein der Richter&nbsp; reden, die den Gerichtssaal zwecks Beratung verlassen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich hielten sich Familie&nbsp; Zweiacker und ihr Anwalt Schleswig nicht an diese Vorgabe, wie der Beklagten \u201eB\u201c wenige Minuten sp\u00e4ter klar wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch zun\u00e4chst musste sich die Beklagte vor der T\u00fcr des Verhandlungssaales vom eigenen Anwalt anh\u00f6ren, dass sie den Prozess leider verloren hatte. Sie solle endlich den Forderungen der Kl\u00e4ger nachgeben, bezahlen und dann ihren Ruhestand genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eB\u201c befand sich seit zehn Jahren&nbsp; altersbedingt in Rente.<\/p>\n\n\n\n<p>Seitdem spielte sie nicht Golf, oder ging ins Theater, nein, sie schrieb B\u00fccher.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eDenken Sie daran, sie m\u00fcssten weitere f\u00fcnftausend Euro f\u00fcr ein Gutachten einzahlen, au\u00dferdem als Kaution den doppelten Betrag, den Sie der Gegenseite sowieso bezahlen m\u00fcssten. Besser w\u00e4re es, sie ziehen einen Schlussstrich und beten, dass Familie Zweiacker Sie nicht erneut verklagt, wegen irgendeiner Kleinigkeit. Sie sind immerhin drei\u00dfig Jahre haftbar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wenig sp\u00e4ter gingen Anwalt und Mandantin wieder in den Gerichtssaal.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Anwalt erkl\u00e4rte nun, dass seine Mandantin \u201eB\u201c bereit sei, das Urteil anzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Richter nickte.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eDie Architektin \u201eB\u201c bezahlt den Kl\u00e4gern Zweiacker die Summe von 8500,- Euro als Schadensersatz f\u00fcr das Garagendach und \u00fcbernimmt\u2026\u201c&nbsp; es kamen nun eine Menge Zahlen. \u201eB\u201c packte bereits ihre Ordner zusammen, als sie von der Kl\u00e4gerseite die erboste Frage h\u00f6rte:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eWarum sollen wir denn 2018 Euro bezahlen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Es handelte sich nicht um einen&nbsp; Vergleich, die Beklagte war schuldig gesprochen worden. Trotzdem sollten die Kl\u00e4ger einige der entstandenen Kosten \u00fcbernehmen. Der gegnerische Anwalt fing nun an zu handeln.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eZweitausend Euro m\u00fcssten doch reichen\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eDa haben Sie Recht\u201c, beschloss der Richter und sagte ver\u00e4chtlich, \u201edie \u201eB\u201c kann auch noch die achtzehn Euro \u00fcbernehmen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eB\u201c war mittlerweile aufgestanden und packte &nbsp;ihre Tasche.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eFrau \u201eB\u201c ich habe gerade geh\u00f6rt, sie schreiben B\u00fccher\u201c, rief ihr der Vorsitzende Richter ver\u00e4chtlich zu, \u201eh\u00e4tten Sie sich nicht auf ihre Krimis konzentriert, und dadurch Ihre Bauaufsichtspflicht&nbsp; grob fahrl\u00e4ssig verletzt, w\u00fcrden Sie heute hier nicht vor Gericht stehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Zweiacker und deren Anwalt Schleswig hatten in der kurzen Pause, in der sich \u201eB\u201c&nbsp; mit ihrem Anwalt vor der T\u00fcr beriet, \u00fcber sie hergezogen und weiter verunglimpft.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eB\u201c war sprachlos und reagierte nur kopfsch\u00fcttelnd. Sie hatte mit dem Schreiben erst angefangen, als sie bereits im Ruhestand war. Ihr Hobby wurde ihr nun auch noch negativ angelastet\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit:<\/p>\n\n\n\n<p>Familie Zweiacker bezahlte weder ihrer Architektin das Honorar f\u00fcr die Bauleitung, noch die Schlussrechnung des Dachdeckers, verklagte anschlie\u00dfend \u00a0die Architektin zur Zahlung von 8500,- Euro, und kam mir dieser Strategie m\u00fchelos durch&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>Vermutlich wurden so die Solarpaneelen auf dem Hausdach dieser verlogenen Familie bezahlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit L\u00fcgen und Betr\u00fcgen kommt man im Leben sehr weit\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem, wenn man raffinierte und clevere Hilfe hat\u2026.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Namen des Volkes&#8230;.! 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